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SCHACHBRIEF im Februar 2012


Lieber Schachfreund,

an den Brettern der Welt und bei uns bei ChessBase passieren Dinge, die jeden Schachbegeisterten interessieren. Ich möchte Ihnen in Zukunft, wann immer es Neuigkeiten gibt, davon erzählen, zum Beispiel...

Superopen

Nach dem Tata Steel-Turnier in Wijk gab es eine kleine Turnierpause bei den Superturnieren, zumindest bei denen, die als Rundenturniere durchgeführt werden. Das Open in Gibraltar mit seinen vielen starken Teilnehmern ist inzwischen ja auch schon eine Art Superturnier und hat den großen russischen Open wie Moskau-Open oder Aeroflot-Open den Rang abgelaufen, nicht zuletzt auch in Bezug auf die Präsentation. Die Organisatoren im "ganz tiefen Süden" von England sehen das Turnier dabei durchaus auch unter touristischen Aspekten, ebenso wie die Schachfreunde in Island, deren Reykjavik Open auch immer attraktiver wird. Für die Schachfreunde kann das nur gut sein.

In der neuen Ausgabe des ChessBase Magazins wird die schachliche Bilanz des Saisonauftakts gezogen. Dabei stehen das Tata Steel-Turnier und das Reykjavik Open im Vordergrund.

ChessBase Magazin, April 2012

Die drei Hauptturniere des Tata Steel Turniers in Wijk aan Zee produzierten 273 Partien und darunter eine Menge von neuen Ideen. Mihail Marin hat die Partien für das ChessBase Magazin gesichtet und die interessantesten Eröffnungsneuerungen und -tendenzen kommentiert. Neben weiteren Kommentatoren erläutern auch Magnus Carlsen, Levon Aronian und Fabiano Caruana ihre Partien. Hier lernt man Schach von den besten Spielern der Welt.

ChessBase Magazin:

ChessBase Magazin 147

Einzelausgabe: 19,95 Euro

Jetzt auch im Bahnhofsbuchhandel und an Flughäfen erhältlich.
 
Abonnement (6 Ausgaben) 99,90 Euro.

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Weltmeisterin Yifan Hou entwickelt sich zur Open-Spezialistin. Erst spielte sie beim superstarken Open in Gibraltar um den Turniersieg mit, dann auch noch beim Reykjavik Open. In Gibraltar besiegte die Chinesin eine Reihe starker Gegner. Besonders interessant war das Duell gegen Judit Polgar, seit Menschengedenken -  oder fast so lange - die beste Schachspielerin der Welt. Yifan Hou behielt jedoch die Oberhand - deutete sich hier etwa eine Wachablösung an? Für das ChessBase Magazin hat die 17-jährige Chinesin diese besondere Partie kommentiert.

Im Eröffnungsteil gibt es weitere Anregungen und Repertoiretipps, z.B. zur Behandlung des Wolga-Gambits aus weißer Sicht, einen Fahrplan für Weiß im Maroczy-System, Wegweiser durch verschiedene Systeme des Damengambits, außerdem Untersuchungen zu Varianten der Caro- Kann-Verteidigung, der Französischen Verteidigung und natürlich zum "Sizilianer".

Alle Eröffnungsbeiträge sind auch einzeln zu erwerben...

In Peter Wells viel gelobter Kolumne zur Schachstrategie geht es diesmal (und die nächsten Male) um Harmonie. Harmonie?

".. als Trainer, (ist) die Vorstellung, dass man es entweder 'kapiert oder nicht', und wenn nicht, es keinen wirklichen Weg gibt, jemandem ein Verständnis von Harmonie nahezubringen, schwer zu akzeptieren. Daher ist es kein Zufall, dass so ein erfahrener Coach wie Herman Grooten zu jenen gehört hat, die versucht haben, den Begriff aufzuschlüsseln. Interessanterweise konzentriert sich seine Analyse dabei vor allem auf Symptome von Disharmonie, und es ist plausibel, dass sich (genau wie nach langer Debatte der Philosophen bei dem Begriff 'Freiheit' der Fall) Harmonie am fruchtbarsten in ihrer Abwesenheit analysieren lässt."
(Peter Wells)

Auch sein Beitrag ist einzeln erhältlich (5,90 Euro) per Download...


Inzwischen sind auch die Europaeinzelmeisterschaften Geschichte. Die Frauen spielten in Gaziantep, die Männer - eigentlich die "offene Gruppe" - in Plovdiv. Beide Turniere waren ausgezeichnet besetzt. Bei den Frauen gewann Valentina Gunina durch einen Sieg in der letzten Runde über Anna Muzychuk, die bis dahin geführt hatte.

Bei den Männern gelang Dmitry Jakovenko das gleiche Kunststück. Er überholte Laurent Fressinet auf der Zielgeraden.

Die ECU hat vor dem Turnier eine paar neue Regeln aufgestellt, an die die Spieler sich erst noch gewöhnen müssen. So gilt die "Sofia-Regel", d.h. Remisabsprachen verboten. Natürlich kann man immer noch eine Stellungswiederholung aufs Brett zaubern, muss sich diese aber vom Schiedsrichter ordnungsgemäß abzeichnen lassen. Wer das versäumt, wird "genullt". So gab es mehrfach das im Schach ungewöhnliche Ergebnis "0:0".

Zu spät kommen wurde ebenfalls nicht geduldet und führt genauso zum Partieverlust. Trotz Ansage gelang es nicht jedem Spieler, diese Auflage zu erfüllen.

Außerdem gilt jetzt ein Dresscode, der bestimmte Anforderungen an die Erscheinung der Spieler und ihre Kleidung stellt und auch für den Emissionsschutz Tipps beriet hält. Wenigstens hier gab es keine kampflosen Partieverluste.


Neu im Regal

Ein Arbeitstag voller Schachtaktik

Die richtige Strategie im Schach zu haben, ist eine feine Schach. Die meisten Partien werden jedoch mit Hilfe von Taktik entschieden. Deshalb ist das Taktiktraining eine besonders effektive Form des Schachtrainings und bringt jedermann nach vorne - mit oder ohne gute Strategie.

Der Internationale Meister und Schachjournalist Martin Breutigam hat für seinen neuen Taktik-Kurs 300 besonders lehrreiche Taktikstellungen zusammengestellt und zeigt in seinen Videoclips - nach Themen sortiert - wie Taktik funktioniert, präsentiert Aufgaben und erläutert die Lösungen.

Herausgekommen ist eine DVD mit acht (!) Stunden Video - ein voller Arbeitstag Taktik also. Wer den geschafft, der ist taktisch auf der Höhe.
 

Schachtaktik 1 - Kombinieren lernen

Martin Breutigam: Schachtaktik 1
In deutscher Sprache, Euro 27,90

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Alles andere als Käse: Die holländische Verteidigung

Vom einstigen Schachweltmeister Tigran Petrosian ist
folgendes Zitat zur Holländischen Verteidigung überliefert: "Wenn der Gegner Holländisch spielen will, soll man ihn auf keinen Fall daran hindern." Das klingt wirklich abfällig. Petrosian selber kann nicht mehr den Nachweis erbringen, warum denn die Holländische Verteidigung so gut für den Weißspieler ist - die aktuellen Meister allerdings auch nicht.

Nachdem Hikaru Nakamura regelmäßig zur Holländischen Verteidigung greift, trauen sich jetzt auch andere Spitzenspieler sie anzuwenden, und siehe da: Alle drei Hauptsysteme sind gut spielbar für Schwarz. Auf der vorliegenden DVD stellt Andrew Martin das Klassische System vor: 1.d4 f5 2.Sf3 Sf6 3.g3 e6 4.Bg2 Be7 5.0-0 d6.

ABC des Klassischen Holländisch

In englischer Sprache, Euro 27,90

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Dazu passend:
Holländisch Powerbook (nur als Download im ChessBase Shop)


Wer die Holländische Verteidigung ausprobieren will und zum Testen einen richtig starken Sparringspartner sucht, kann das Holländisch-Powerbook in seinem Fritz-Programm laden und dann damit die Varianten üben und lernen. Das Powerbook basiert auf 30.000 ausgewählten Partien der Mega Database und 7600 Computer-Partien des Fritzservers.

Holländisch Powerbook 2012

Holländisch Powerbook
Euro 9,90

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Das Berliner Endspiel

Die Berliner Verteidigung nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sf6 4.0-0 Sxe4 5.d4 Sd6 6.Lxc6 dxc6 7.dxe5 Sf5 8.Dxd8+ Kxd8 ist besonders für angriffslustige e4-Spieler eine echte Spaßbremse. Gleich nach der Eröffnung sind die Damen getauscht und scharfe Mattangriffe gibt es hier auch keine. Was nun?

Alexei Shirov stand selbst vor diesem Problem und hat sich deshalb intensiv mit dem Berliner Endspiel auseinander gesetzt. Neben einem tiefen Verständnis für die Spielgrundlagen der "Berliner Verteidigung" bietet der geistreiche Taktiker ganz nebenbei auch noch tiefe Einsichten in dieses spezielle Endspiel und das Endspiel ganz allgemein.

Gewinnen gegen die Berliner Verteidigung

Alexei Shirov: Gewinnen gegen die Berliner Verteidigung
In englischer Sprache, 29,90 Euro

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"Sf3 - kann man auch schon im ersten Zug machen..."

Sobald nämlich jemand in einer 1.d4 oder 1.c4-Eröffnung früh Sf3 spielt, bekommt er vielleicht folgende Bonmot als Kommentar zu hören: "Sf3... - kann man auch schon im ersten Zug spielen - frag' Kramnik." In der Tat hat Vladimir Kramnik, Weltmeister 2000 bis 2007, diesen Zug regelmäßig angewandt, um dann die ihm passenden Übergänge in die "normalen" Eröffnungen zu erzwingen.

1.Sf3 bietet weitere Vorteile. Der Weißspieler kann z.B. bewährte Schwarzsysteme, wie Königsindisch, mit vertauschten Farben und einem Mehrtempo spielen, hat dann keine Sorgen und zwingt Schwarz seine System auf.

Und Alexei Shirov erläuterte eine weitere psychologische Finesse: Mit der Reihenfolge 1.Sf3 d5 2.d4 zeigst du nicht, dass du Angst vor Albins Gegengambit hast, anders als bei 1.d4 d5 2.Sf3."

1.Sf3 - ein variables Repertoire für Weiss

Lubomir Ftacnik: 1.Sf3
In englischer Sprache, Euro 27,90

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A propos, Albins Gegengambit...

Nach 1.d4 d5 2.c4 e5 opfert Schwarz mit Albins Gegengambit (vorübergehend) einen Bauern, kommt zu schneller Entwicklung und oft auch noch zum Angriff gegen den weißen König. Ist es seriös? Oder muss Weiß so spielen, wie oben erwähnt? Leonid Kritz meint, dass dieses Gambit unterschätzt wird und mindestens als Überraschungswaffe gute Dienste leisten kann.


Leonid Kritz

Auf jeden Fall muss Weiß sich gut auskennen, sonst kommt er in Schwierigkeiten.

Leonid Kritz: Albins Gegengambit (in 60 Minutes)
In englischer Sprache, Euro 9,90

 (nur als Download im ChessBase Shop)

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Demnächst live in ihren Fritzserver-Empfangsgeräten

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

Noch im April, vom 21. bis 28.4, spielen mit Vladimir Kramnik und Levon Aronian die Nummer Zwei und Drei der Weltrangliste in Zürich ein Match. Die Partien können im Fritzserver verfolgt werden und werden dort auch live kommentiert.

Im Mai, vom 10.5 bis 30.5., spielen Viswanathan Anand und Boris Gelfand um die Weltmeisterschaft. Auch dieses Match wird im Fritzserver live kommentiert.

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Mit Schach, Charme und Energie

In der Woche vor Ostern war Sabrina Chevannes zu Gast bei ChessBase und nahm zwei DVDs auf.
Schach lernte sie von ihrem Vater. Als Kind eiferte sie ihrem ältern Bruder nach, der ein guter Klubspieler war. Mit neun Jahren kam Sabrina Chevannes in Birmingham in die berühmte Junioren-Gruppe "Checkmate" von Mike Fox, der in England als Schachlehrer und Autor von z.B. "The complete Chess Addict" eine legendären Ruf besaß. Zweimal vertrat sie die englischen Farben bei Mannschafts-Europameisterschaften.

Inzwischen lebt Sabrina in London und ist selber Schachlehrerin. Ihre lebendige frische Art, Schach zu unterrichten, kommt nicht nur bei bei den jungen Schachfreunden gut an. Also hat sie in London eine Schachakademie gegründet, die Chevannes Chess Academy, und unterrichte Schach an Schulen oder im Einzelunterricht. Bei den London Chess Classic organisiert sie im Rahmenprogramm die beliebten Kinderschachturniere und sorgt dafür, dass mit den Kindern "Leben in die Bude" kommt.

Ihre DVDs richten sich an Schachschüler - nicht nur jugendliche -, die die ersten Schritte schon gemacht haben, die Regeln und ein paar Grundlagen kennen, und nun wissen wollen, wie man beim Schach gewinnt. Erscheinungstermin im Sommer.

Bis zum nächsten Mal

Ihr André Schulz


ChessBase Schachprogramme Schachdatenbank Verlagsgesellschaft mbH
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